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25. September 2026

Neues Angebot für junge Menschen

Bürgermeister Henning Dierks (2. von links) eröffnete die Anlaufstelle des Underdock in Rostrup: Das Team aus Maite Teßmann (von links), Carsten Brumund und Sarah Romeike wird sich aber nicht nur dort, sondern im gesamten Gemeindegebiet um Jugendliche und junge Erwachsene kümmern.

Aus dem Kinder- und Familienzentrum in Rostrup ist das "Underdock - mobile Sozialarbeit" geworden. Der Fokus liegt nun auf Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahre.

Die Grundschule in Rostrup bietet seit dem Schuljahr 2025/26 eine Ganztagsbetreuung. Außerdem geht Ina Heidemann-Schulz, die in enger Zusammenarbeit mit der Schule viele Jahre das Nachmittagsangebot im Kinder- und Familienzentrum betreut hat, in den Ruhestand. Das nahm die Gemeinde Bad Zwischenahn nun zum Anlass, dass Konzept der kommunalen Jugendpflege in Rostrup neu auszurichten. Im „Underdock“, das am Freitag, 18. September, offiziell eingeweiht wurde, wird sich fortan stärker auf Jugendliche und junge Erwachsene konzentriert.

Präventive Sozialarbeit im gesamten Gemeindegebiet

„Die Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass sich die Bedarfe junger Menschen verändert und die bestehenden Angebote nicht alle Zielgruppen gleichermaßen erreicht haben“, erklärt Sarah Romeike, die bislang das Jugendhaus in Ofen geleitet hat und nun die Leitung des Underdock übernimmt, die konzeptionelle Neuausrichtung. „Unsere mobile Sozialarbeit setzt deshalb bewusst präventiv an. Durch unsere offene Anlaufstelle in Rostrup zur eigenständigen Kontaktaufnahme, aber auch durch Präsenz und aufsuchende Arbeit im gesamten Sozialraum Bad Zwischenahn wollen wir junge Menschen niedrigschwellig erreichen, tragfähige Beziehungen aufbauen und Unterstützungsbedarfe frühzeitig feststellen.“

Das Ziel von „Underdock – mobile Sozialarbeit“ sei es, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu stärken, soziale Teilhabe zu fördern und Zugänge zu bestehenden Hilfen rechtzeitig zu ermöglichen, bevor sich Belastungen verfestigen, so die Sozialarbeiterin weiter, die auch acht Jahre als Streetworkerin in Wilhelmshaven gearbeitet hat. Ein besonderer Schwerpunkt liege dabei auf der Erreichbarkeit und Stärkung von Mädchen und jungen Frauen. Hierfür würden zielgruppenspezifische Angebote entwickelt. Beispielsweise ist ab dem 2. Oktober an jedem zweiten Freitag ein Mädchencafé geplant – von 15 bis 17 Uhr für Mädchen von neun bis zwölf Jahren und von 17 bis 20 Uhr für ältere Mädchen und junge Frauen.

Plakat zum Mädchencafé und zum Kochtreff im Underdock.

Räumlichkeiten in Rostrup wurden renoviert

Aber nicht nur konzeptionell gibt es in Rostrup einen Neuanfang. Auch die Räumlichkeiten in der Elmendorfer Straße 1 wurden renoviert. Es wurde neu gestrichen und jugendgerechte Möbel wurden angeschafft. Außerdem wurde neues Inventar wie Kühlschränke, Tische oder Lampen über Spenden oder aus anderen Jugendzentren organisiert. Als Eingang fungiert zudem nun die Tür gegenüber von den Fahrradständern.

Dreiköpfiges Team

Unterstützt wird Sarah Romeike von Carsten Brumund, der pro Woche sechs Stunden für das Underdock im Einsatz ist, und von Maite Teßmann, die als Anerkennungspraktikantin für ein Jahr eine halbe Stelle mit 20 Stunden in der Woche innehat. Die Leitung des Jugendhauses in Ofen übernimmt Nadine Kaminski, die wiederum von Jann Müller unterstützt wird.

„Ich freue mich sehr, das Underdock offiziell eröffnen zu dürfen“, sagte Bürgermeister Henning Dierks bei der Einweihung. „Rostrup ist ein vielfältiger Ortsteil, in dem junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten und Hintergründen zusammenkommen. Darum lag uns auch sehr am Herzen, dass es vor Ort weiterhin ein gutes und niedrigschwelliges Angebot für sie gibt.“

Jugendliche dachten sich Namen aus

Den Namen Underdock, dessen Team telefonisch unter 0152/06077982 und 04403/939684 oder per E-Mail an underdockrostrup@gmail.com zu erreichen ist, haben sich übrigens Jugendliche aus dem Ortsteil ausgedacht. Dabei haben sie die englischen Wörter Underdog – also ein Außenseiter, der seinen eigenen Weg geht – und Dock – also eine Anlegestelle, an der man ankommen und durchatmen kann – miteinander verschmolzen.