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30. Mai 2026

Filmdokument zur ostdeutschen Kulturgeschichte

Protagonisten und Initiatoren des Films "Spuren der Erinnerung"

Der Film "Spuren der Erinnerung - Das Erbe des Museums für ostdeutsche Kulturgeschichte in Bad Zwischenahn" erinnert an das Museum und die Geschichte der Vertriebenen in der Gemeinde.

Zu einem guten Abschluss hat jetzt der Abschied vom Museum für Ostdeutsche Kulturgeschichte in Bad Zwischenahn gefunden. Ein etwa halbstündiger Film, der das Museum und die Geschichte der Vertriebenen in der Gemeinde dokumentiert, feierte im kleinen Kreis Uraufführung. Er wird in Kürze auch über die Webseite der Gemeinde Bad Zwischenahn www.bad-zwischenahn.de für die Öffentlichkeit abrufbar sein.

Durch Vermittlung von Prof. Dr. Uwe Meiners, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, konnte die Gemeinde Inge von Danckelman als Filmemacherin gewinnen, die dabei eng mit dem Sender Oldenburg Eins zusammenarbeitete. Dort wird der Film mit dem Titel „Spuren der Erinnerung – Das Erbe des Museums für ostdeutsche Kulturgeschichte in Bad Zwischenahn“ am 3., 4. und 7. Juni ausgestrahlt und im Nachgang auf YouTube veröffentlicht.

Der Film führt noch einmal in die Räume des Museums und verknüpft sie mit persönlichen Erinnerungen, historischen Einordnungen und heutigen Spuren im Ortsbild. Bürgermeister Henning Dierks und langjährige Wegbegleiter des Museums kommen ebenso zu Wort wie zwei Zeitzeuginnen, die eindrucksvoll von ihren Erlebnissen zum Kriegsende und in der Nachkriegszeit berichten. Mit Janosch und Wolf Gerlach, dem Erfinder der Mainzelmännchen, erinnert der Film an zwei prominente Beispiele, stellvertretend für viele andere, die in Bad Zwischenahn eine neue Heimat gefunden und ihre Spuren hinterlassen haben.

Dr. Gerd Burmeister, der sich über 40 Jahre lang als Vorsitzender des Trägervereins engagiert hat, zeigte sich dankbar für die Filmdokumentation, mit der auch in Zukunft an das Museum und vor allem an die Lebensgeschichten und -leistungen der damals geflüchteten Menschen erinnert wird.

Die Exponate des Museums konnten inzwischen an andere Einrichtungen und Museen weitergegeben und auf diese Weise erhalten werden. So hat beispielsweise der Gedenkstein „1945“, der an Flucht und Vertreibung in der Folge der NS-Gewaltherrschaft erinnert, im Museumsdorf Cloppenburg oder die Trachtenpuppen-Sammlung in der Ostdeutschen Heimat- und Trachtenstube in Goldenstedt eine neue Heimat gefunden. Das Schriftgut ist vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa übernommen worden.

Der ehemalige Sitz des Museums für ostdeutsche Kulturgeschichte, das Gebäude Auf dem Winkel 8, befindet sich im Eigentum der Gemeinde Bad Zwischenahn und soll nun veräußert werden, um an dieser Stelle ein Projekt zum bezahlbaren Wohnen zu realisieren.