Google Translate
Mit Google Translate kann diese Webseite in andere Sprachen übersetzt werden. Wenn Sie eine Sprache auswählen, rufen Sie Inhalte auf Google-Servern ab. Der Webseitenbetreiber hat keinen Einfluss auf die Verarbeitung Ihrer Daten durch Google. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Daten an Google übermittelt werden, schließen Sie dieses Fenster mit einem Klick auf "X".
Um die Sprachwahl nutzen zu können, müssen Sie zunächst das Laden von externen Komponenten erlauben.
07. Februar 2026
Friedrich Behrens verabschiedet

29 Jahre hat Friedrich Behrens im Baubetriebshof der Gemeinde Bad Zwischenahn gearbeitet. Zuletzt sorgte er unter anderem für freie Straßengräben und Bermen sowie saubere Straßenschilder.
„Ich bin zu Hause viel am Schrauben. Wir haben zwei Autos und dann besitze ich noch einen Youngtimer, einen Golf 3, den ich wieder auf Vordermann bringen muss.“ Wenn Friedrich Behrens über seine Pläne für den Ruhestand spricht, wundert es einen nicht, welche Aufgaben er während seiner 29 Jahre beim Baubetriebshof der Gemeinde Bad Zwischenahn die meiste Zeit ausgefüllt hat. „Nachdem ich erst vier Jahre im Straßenbau tätig war, habe ich drei Jahre den Bagger gefahren und dann mit einem Kollegen auf dem Trecker getauscht.“ Fahrzeuge sind halt einfach „sein Ding“.
Ursprünglich zum Kfz-Mechaniker ausgebildet
Bereits als Jugendlicher habe er an seinem Mofa herumgeschraubt, berichtet der 64-Jährige aus Aschauserfeld. Da war es für ihn nur logisch, 1977 nach dem Abschluss an der Hauptschule Rostrup eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker beim Bad Zwischenahner Bauunternehmen Erwin Janssen zu machen, von dem er Anfang 1981 auch übernommen wurde. Das Glück währte allerdings nur zwei Monate: „Leider wurde ich Ende März schon wieder entlassen, weil Janssen seinen Fuhrpark reduziert hat und die jungen Mitarbeiter zuerst gehen mussten.“
Nachdem er im Anschluss einige Zeit nur befristete Jobs gefunden hatte, habe ihm das Arbeitsamt eine Umschulung zum Rohrleitungsbauer bei der Deula in Westerstede angeboten, die er dann auch annahm und 1985 abschloss, erzählt der gelernte Kfz-Mechaniker: „Die Ausbildung lief zwar schon ein Jahr, durch meine Vorbildung brauchte ich aber nur zwei statt drei Jahre machen. Denn die Berufe haben einige Gemeinsamkeiten wie die Metallbearbeitung oder das Schweißen.“ Als Ausbildungsbetrieb habe er sich auf Anraten seines Vaters das Bauunternehmen Heinrich Baasen aus Bad Zwischenahn ausgesucht: „Er hat selbst da gearbeitet und sagte, dass ich im Tiefbau anfangen und dann eventuell in die Werkstatt wechseln könnte. Nachdem ich nach der Ausbildung übernommen worden war und einige Fortbildungen im Bereich der Verlegung von Gas-, Strom- und Wasseranschlüssen gemacht hatte, habe ich mich aber schnell dazu entschlossen, in dem Arbeitsbereich und an der frischen Luft zu bleiben“, berichtet der 64-Jährige. Nach einiger Zeit habe er sogar eine eigene Kolonne im Bereich der Hausanschlüsse bekommen und habe sie bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1996 geführt.
Vielfältige Aufgaben beim Baubetriebshof
Nach mehr als elf Jahren bei der Firma Baasen habe er sich dann beim Baubetriebshof der Gemeinde Bad Zwischenahn beworben, wo er mit den eingangs erwähnten Stationen schließlich den Rest seines Berufslebens verbrachte. Als Schlepperfahrer war er die letzten Jahre vor allem für Mäharbeiten zuständig, berichtet der 64-Jährige, der auch lange bei der Freiwilligen Feuerwehr Aschhausen aktiv war und von 2003 bis 2024 bei der Kreisfeuerwehr die Stelle als Atemschutzwart ausfüllte: „Im Herbst und Winter war ich für den Strauchschnitt am Straßenrand verantwortlich und im Frühjahr und Sommer für das Freihalten der Bermen und Straßengräben. Außerdem habe ich im Frühjahr die Straßenschilder in der Gemeinde gewaschen.“ Darüber hinaus habe er über die Jahre viele Transportarbeiten erledigt.
Friedrich Behrens arbeitete gerne bei der Gemeinde
Die Arbeit bei der Gemeinde Bad Zwischenahn habe ihm immer viel Spaß gemacht, sagt Friedrich Behrens – auch wegen der netten Kolleginnen und Kollegen. Jetzt freue er sich aber darauf, im Ruhestand mehr Zeit für das Schrauben zu haben, so der gelernte Kfz-Mechaniker. Und auch am Haus von ihm und seiner Frau, die bis zu ihrem eigenen Ruhestand noch ein paar Jahre arbeiten muss, sei noch einiges zu erledigen.