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29. April 2026
Tiefenmessungen im Zwischenahner Meer

Mit ihrer Hauptvermessungsübung lieferten Studierende der Jade-Hochschule wertvolle Daten für die Projektarbeit zur Sanierung des Zwischenahner Meeres.
Ausgestattet mit verschiedenen Messgeräten und Drohnen waren in der vergangenen Woche 34 Studierende und vier Lehrende der Jade-Hochschule (Standort Oldenburg) am und in Booten auf dem Zwischenahner Meer unterwegs. Ziel war die Vermessung des Seegrundes sowie die Dokumentation der Schilfbestände in den Ufer- und Flachwasserbereichen. Die erhobenen Daten werden in vielen Planungsfragen im Projekt Sanierung des Zwischenahner Meeres helfen und können auch für andere Planungen herangezogen werden.
Die Messungen wurden im Zuge der Hauptvermessungsübung (HVÜ) des Bachelor-Studiengangs Angewandte Geodäsie an der Jade Hochschule durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Pflichtveranstaltung im 4. Semester, in der die zuvor erlernten Inhalte des Vermessungswesens in der Praxis umfangreich erprobt werden – in möglichst nachhaltigen Projekten, wie Dozent Tobias Berndt betont.
In diesem Fall werden die Daten primär für die Revitalisierung der Ufer- und Flachwasserzonen des Zwischenahner Meeres benötigt und weiterverwendet. Diese Bereiche haben in den letzten Jahrzehnten stark unter der intensiven Nutzung, der Regulation des Seewasserstandes und dem Uferverbau gelitten, mit der Folge einer ökologischen Verarmung des Lebensraumes Zwischenahner Meer. Um die Anpflanzung von Schilf und andere bauliche Maßnahmen planen und umsetzen und so einen Teil der verloren gegangenen Lebensräume wieder herstellen zu können, ist die Kenntnis der Topographie des Seegrundes zwingende Voraussetzung.
Daher hat die Gemeinde die Übung am Standort Zwischenahn gerne unterstützt. „Durch die Kooperation mit der Jade-Hochschule konnten die Studierenden Praxiserfahrung an einem attraktiven Übungsprojekt sammeln, während die Gemeinde wertvolle Messdaten für die Maßnahmen im Uferbereich erhält – eine echte Win-win-Situation“, freut sich Jenny Kebschull, Koordinatorin für die Sanierung des Zwischenahner Meeres bei der Gemeinde Bad Zwischenahn, über die Zusammenarbeit.
Am Donnerstagabend wurden von den Studierenden schon die ersten vorläufigen Ergebnisse für einige Messbereiche vorgestellt. Es war beispielhaft zu sehen, welche Art von Daten durch die unterschiedlichen Messmethoden entstanden sind, die später zu einem Gesamtbild aus Stegen, Uferkanten und Tiefenmessung zusammengefügt werden können. Interessant war für alle Beteiligten am Beispiel vom Hafen Dreibergen zu sehen, wie steil der Übergang zwischen dem Flachwasserbereich zu den tiefen Bereichen im Zwischenahner Meer ist. Im Rahmen der HVÜ wurde auch ein 3D-Modell vom Eyhauser Hafen erstellt, was vor Ort für einen digitalen Rundgang genutzt wurde.
