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12. Februar 2026

Uwe Frerichs verabschiedet

Uwe Frerichs in „seinem Reich“: 1982 fing der 64-Jährige an, in der Kläranlage Bad Zwischenahn zu arbeiten, und leitete sie ab 1990.

Der Leiter der Kläranlage ist nach mehr als 43 Jahren Tätigkeit für die Gemeinde Bad Zwischenahn in den Ruhestand gegangen. Zu seiner Verabschiedung bricht er eine Lanze für die dortige Arbeit.

Etwa 43,5 Jahre war Uwe Frerichs mit dafür verantwortlich, dass in Bad Zwischenahn überall sauberes Wasser aus der Leitung kam. Denn so lange hat der 64-Jährige mit seinen Kolleginnen und Kollegen in der gemeindeeigenen Kläranlage dafür gesorgt, „dass die Natur mit dem Wasser klarkommt, das wir zurückleiten und das dann später wieder aus der Leitung fließt“, wie der Klärmeister und Kläranlagenleiter erklärt, der zum Jahreswechsel in den Ruhestand gegangen ist.

Wert der Arbeit für Allgemeinheit als Antrieb

„Der Wert meiner Arbeit für die Allgemeinheit hat mich stets angetrieben, ich hatte immer Spaß und die Gemeinde hat mich gefördert“, resümiert der gebürtige Zwischenahner seine Tätigkeit für die Kommune. Nach der Einstellung als Mitarbeiter der Kläranlage im Jahr 1982, für die er mithilfe seines Lehrers Hans-Ludwig Fischer sogar die Berufsschule ein halbes Jahr früher abschloss, weil die Stelle im Winter ausgeschrieben war und bereits im Juni startete, legte er 1986 erfolgreich die Klärfacharbeiterprüfung und 1989 die Klärmeisterprüfung ab. Im gleichen Jahr bestand er zudem die Ausbilderprüfung sowie die Prüfung zum Abwassermeister, bevor er 1990 zum Klärmeister und Leiter der Kläranlage bestellt wurde.

„Ich wollte immer schon ein Handwerk lernen“, erklärt Uwe Frerichs, warum er nach der Mittleren Reife am Gymnasium Bad Zwischenahn im Jahr 1979 eine Ausbildung als Zentralheizungs- und Lüftungsbauer bei der lokalen Firma Röbe-Oltmanns begann. Bei der Bewerbung für die Kläranlagenstelle habe ihm wahrscheinlich auch sein junges Alter geholfen, vermutet der heute 64-Jährige: „Ich war von 141 Bewerbern der Jüngste, also hatte die Gemeinde lange was von mir“, sagt er lachend.

Uwe Frerichs schwärmt von Arbeit in Kläranlage

Der Job in der Kläranlage sei schön, abwechslungsreich – für seine Meisterprüfung habe er beispielsweise 56 Gesellenprüfungen ablegen müssen, weil es für den Betrieb so viele verschiedene Aufgaben gibt – und aufgrund der Technik keinesfalls mehr so schmutzig, wie viele heute immer noch denken, berichtet der Klärmeister: „Das habe ich auch versucht, den Schulklassen zu vermitteln, die ich im Laufe der Zeit durch die Anlage geführt habe.“ Die Vorurteile nehme er aber mit Humor: Als Hobby habe ich auf meiner Facebook-Seite beispielsweise ,Kläranlage‘ angegeben.“

Darüber hinaus habe es immer wieder schöne Herausforderungen wie den Bau der neuen Kläranlage in den Jahren 1999 und 2000 oder des Faulturms und des dazugehörigen Blockheizkraftwerks, die 2013 in Betrieb genommen wurden, gegeben. Eine weitere tolle Aufgabe sei es gewesen, als Lehrer der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) andere Betriebsleiter zu unterrichten, ihnen bei Problemen zu helfen sowie für einen Austausch zu sorgen. Aber auch die alltäglichen Herausforderungen wie Kanalbrüche oder die Erneuerung von Druckleitungen hätten ihm Spaß gemacht, so Uwe Frerichs.

Lachendes und weinendes Auge zum Ruhestand

„Als ich die Anlage verlassen habe, hatte ich ein lachendes und ein weinendes Auge, weil sie irgendwann zu meinem Kind geworden ist“, sagt der Ur-Zwischenahner. „Ich freue mich aber auch auf den Ruhestand, weil ich jetzt mehr Zeit für mein zweites großes Hobby, die Gartenarbeit, habe. Weitere Hobbys, denen er jetzt vermehrt frönen könne, seien zudem das Kochen und das Radfahren.